Archiv für die Kategorie „- TK- und IT-Recht“

LG Kiel: AGB-Klauseln von klarmobil.de rechtswidrig

Im Fall des im Marz ergangenn Urteils des LG ging es um mehrere -Klauseln des Mobilfunkanbeiters klarmobil.de. Es wurden folgende -Klauseln als rechtswidrig und unwirksam gehalten:

  • bzw. einseitige Änderung der Preisliste,
  • Pauschlae für den Fall der Rückweisung einer Lastschrift,
  • Pauschale für Mahngebühren,
  • Gebühr für die Abrechnung von Restguthaben bei Prepaid-Verträgen.

Im Verfahren ging es um eine der -Klauseln nach dem Unterlassungsklagegesetz (UKlG). Die Verwender von unwirksamen -Klauseln sollten diese Gefahr durchaus kennen: Unwirksame können von Wettbewerbern oder bei Verbrauchergeschäften z.B. von der Verbraucherzentrale abgemahnt und im Wege der die Unterlassung durchgesetzt werden.

Aus den Gründen ist hier nur ein kurzer Auszug wieder gegeben. Das LG hat m.E. richtig und in Übereinstimmung mit der -Rechtsprechung die -Klauseln als rechtswidrig verworfen. Die unzulässigen Klauseln sind im Tatbestand aufgeführt.

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BGH: Sperrung in AGB der Mobilfunkverträge (Telekom, congstar)

Der unter anderem für Rechtsstreitigkeiten über Telekommunikationsdienstleistungsverträge zuständige III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte über folgenden Sachverhalt zu entscheiden:

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände e. V. beanstandete u. a. drei Klauseln der von der Beklagten – einem Telekommunikationsunternehmen – in Verträgen mit Verbrauchern über Mobilfunkleistungen verwendeten Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Zu den beanstandeten Klauseln gehören die folgenden im Revisionsverfahren noch streitgegenständlichen drei Klauseln:

“7.Nutzung durch Dritte

7.2 Der Kunde hat auch die Preise zu zahlen, die durch …. unbefugte Nutzung der überlassenen Leistungen durch Dritte entstanden sind, wenn und soweit er diese Nutzung zu vertreten hat.

7.3 Nach Verlust der … Karte hat der Kunde nur die Verbindungspreise zu zahlen, die bis zum Eingang der Meldung über den Verlust der Karte bei … angefallen sind. Das gleiche gilt für Preise über Dienste, zu denen … den Zugang vermittelt.

11.Verzug

11.2 Ist der Kunde mit Zahlungsverpflichtungen in Höhe von mindestens 15,50 € in Verzug, kann … den Mobilfunkanschluss auf Kosten des Kunden sperren.”

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Korrektes Widerrufsrecht darf in AGB stehen; Zusatzklausel für Rücksendekosten

OLG , Beschluss vom 17. Februar 2010, Az: 5 W 10/10 – Wer fehlerhaft in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen () über das informiert, kann per und einstweilige Verfügung angegriffen werden. Dies hat auch das OLG erneut bestätigt. Dem Streit lagen die eines eBay – Verkäufers zugrunde. Dieser hatte u. a. die Kosten der Rücksendung nicht noch einmal gesondert und neben der Widerrufsbelehrung dem Verbraucher in seinen auferlegt.

Die unterlegene Partei muss nun die Abmahnkosten, die Verfahrenskosten über die einstweilige Verfügung in zweite Instanz tragen. Wettbewerber können nun einmal fehlerhafte Widerrufsbelehrungen abmahnen und die hierfür anfallenden Anwalts-Kosten ersetzt verlangen.

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BGH: Einverständnis mit Telefonwerbung in AGB wettbewerbswidrig

, Urteil vom 16.03.1999, Az. XI ZR 76/98 – Dass ein formularmäßiges mit Telefonwerbung unwirksam sei, erscheint eine neue Erkenntnis. Dies ergibt eine Durchsicht von Online-Beiträgen und der Rechtsprechung zum Datenschutzrecht. Tatsächlich hat der aber schon vor über 10 Jahren (!) -Klauseln mit dem mit Telefonwerbung für unwirksam erklärt. Zwar ging es damals um Ansprüche aus Wettbewerbsrecht. Es fragt sich aber, warum nach über 10 Jahren weder die Mitbewerber (Stichwort: Selbstregelungskräfte des fairen Wettbewerbs) noch Verbraucherzentralen den Misstand wirksam eindämmen konnten.

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BGH: Datenschutz-Einwilligung an AGB-Recht zu messen (HappyDigits)

, Urteil vom 11.11.2009, Az. VIII ZR 12/08 – Auch der hat nunmehr die formularmäßige zur Datenspeicherung und Verwendung elektronischer Daten am -Recht gemessen. Damit ist eine Grundsatzentscheidung darüber gefallen, ob eine nach überhaupt unter nach § 307 ff BGB unwirksam sein kann. Der hat dabei eine umfassendere Klausel für wirksam gehalten. Eine Kurzklausel, die letztlich nur auf die Teilnahmebedingungen von HappyDigits verwies, wurde als unwirksam eingestuft. Die Entscheidung ist ein Sieg für eien differenzierten . Zugleich eine Aufforderung an alle Anbieter ihre Datenschutzerklärungen zu prüfen und ggf. zu überarbeiten.

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BGH: EuGH soll über Widerrufsrecht bei AGB Strom und Gas entscheiden (zur Fernabsatzrichtlinie)

, Beschluss vom 18. März 2009 – VIII ZR 149/08 – Vorlagebeschluss des Bundesgerichtshofs an den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften zur Auslegung der Richtlinie 97/7/EG ( richtlinie)
Der Kläger unterzeichnete am 20. Januar 2007 einen von der Beklagten, einem Strom- und Gasversorgungsunternehmen, gestellten Formularvertrag “Vertragsvereinbarung KombiSTA Strom & Gas”, nach der die Beklagte den Kläger ab dem 1. März 2007 für die Dauer von mindestens einem Jahr mit Strom und Gas beliefern sollte. Mit Schreiben vom 27. Januar 2007 widerrief der Kläger seine auf Abschluss des Vertrages gerichtete Willenserklärung vom 20. Januar 2007.

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